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Patienteninformationen

Unter “Anästhesie“ versteht man wörtlich die “Nicht-Wahrnehmung“ von Reizen. Dies bezieht sich sowohl auf Teilbetäubungen als auch auf Narkosen.

Zur Narkose gehören

  • die Ausschaltung des Bewußtseins,
  • die Schmerzfreiheit und
  • die Dämpfung von vegetativen Reaktionen.


Bei der Regionalanästhesie wird durch eine Umspritzung von Nerven im Bereich der Wirbelsäule (Spinal- bzw. Periduralanästhesie) oder im Bereich von Armen oder Beinen (z.B. Plexusanästhesie) das Gefühl und die Bewegungsfähigkeit bestimmter Körperbereiche für eine bestimmte Zeit unterdrückt.

Je nach Wahl des Lokalanästhetikums und nach Verfahren (Einmalinjektion oder Katheter) hält die Wirkung zwischen 1 Stunde und mehreren Stunden bzw. bei Katheter  verfahren auch über Tage oder Wochen an.

Darüber hinaus gibt es spezielle Verfahren der Anästhesie, die nur einen kleinen begrenzten Bereich betäuben, z.B. das Auge, das Ohr, die Leiste usw.. Diese Formen der Anästhesie werden häufig vom Operateur durchgeführt.

Alle Verfahren der Regional- und der Lokalanästhesie werden auch in der Schmerztherapie angewendet.

Wie laufen Anästhesie und Operation ab?

Die Prämedikationsvisite, die bei elektiven Eingriffen mindestens 24 Std. vor dem geplanten Eingriff stattfindet, dient der

  • Aufklärung des Patienten
  • Beantwortung offener Fragen
  • Verminderung seiner Ängste
  • Einschätzung seines körperlichen und seelischen Zustandes
  • Risikoeinstufung
  • Auswahl der medikamentösen Prämedikation und des Anästhesieverfahrens
  • Eintragung von DRG relevanten Diagnosen


Nach Wertung aller Befunde wählt der Anästhesist verschiedene mögliche Anästhesieverfahren aus, die er dem Patienten in den Vor- und Nachteilen erläutert, so dass dieser, wenn es möglich ist, eine bestimmte Art der  Anästhesie wählen kann.

Dabei müssen vom Anästhesisten auch spezielle Komplikationen angesprochen und dem Patienten erläutert werden.

Am Schluss des Prämedikationsgespräches verordnet der Anästhesist ein oder mehrere Medikamente für den Vorabend und für den Morgen der Operation, die sogenannte “Prämedikation“.

Prämedikation

Bei der “Prämedikation“ handelt es sich in der Regel um ein Beruhigungsmedikament, das dem Patienten am Abend vor der Operation und am Morgen der Operation gegeben wird. In der Regel kann es mit einem Schluck Wasser genommen werden und muss nicht gespritzt werden.

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